Amisch
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Die AMISCHEN, auch bekannt als "Schweizer Täufer", führen auf eine Spaltung des Ältesten Jakob Ammann zurück, welcher nach einer heftigen Auseinandersetzung mit den Reistischen alle bannte, die nicht seiner Auffassung waren.
Die Wiege der Amischen liegt um das elsässische Markirch, sie breiteten sich über über Hessen, die Pfalz und Bayern aus.
Sie achteten im Gegensatz zu den Reistischen und Niederdeutschen Täufer auf strengere Gemeindezucht und Einfachheit. Ihr Alltag ist eng mit dem Glauben verbunden, jeder Moment und jede Handlung wird als Teil des Weges zu Gott aufgefasst.
Ab 1720 wanderten Amische allmählich nach Pennsylvania aus, die zurückbleibenden schlossen sich wieder den früheren Glaubensgeschwister an. In Deutschland bestand die letzte Amischgemeinde bis 1927 in Ixheim. Mit dem Tode des Ältesten der Gemeinde von Luxemburg 1941 verschwand auch die letzte amische Gemeinde in Europa.
Wiederbelebungsversuche der Amischen in Europa durch Mission von nordamerikanischen Gemeinden trug bis heute keine Frucht. Man kann nur hoffen, daß es Ihnen in der Zukunft gelingt.
Amische sind alles andere als technikfeindlich, sie überlegen sich nur, ob es Sinn macht, bevor sie etwas einsetzen.
Innerhalb der Amischen gibt es unterschiedliche Gruppierungen, mit je unterschiedlichem "Wandel", d.h. der Adaption technischer Innovationen im täglichem Leben. So benutzen einige Amisch-Gemeinen Automobile oder Fernsprecher, oder feiern ihre Gottesdienste in separaten Versammlungshäusern. Mit dem Grad der Integration techischer Innovationen in den Wandel der jeweiligen Gemeine sinkt entsprechend das Festhalten an der pennsylvanisch-deutschen Umgangs- und mehrheitlich hochdeutschen Gottesdienstsprache in den konservativen Gemeinen.
