Kongregationalistisch
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Im Kongregationalismus ist die Unabhängigkeit der Einzelgemeinden die Grundlage ihrer kirchlichen Struktur. Man könnte sogar von einem Grundbekenntnis sprechen. Sie sie ist überzeugt, im Neuen Testament sei jede einzelne Gemeinde selbständig und unabhängig. Sie halten diese kirchliche Organisationsform auch heute für angemessen. In der Einzelgemeinde hat dann die Gemeindeversammlung entscheidende Autorität. Der Prediger/in ist nicht Gemeindeleiter/in. Er ist der Gemeindeleitung zugeordnet, dem von der Gemeinde gewählten Leitungskreis/Vorstand/Ältestenkreis. Die einzelnen Gemeinden können in einer Konferenz /Verband zusammengeschlossen sein. Er regelt die jeweils notwendigen Gemeinschaftsaufgaben, wie theologische Ausbildung, Äußere Mission und juristische Fragen. Die Organe der Konferenzen /Verbände können keine für die Einzelgemeinden bindenden Beschlüsse fassen. In den meisten Konferenzen /Verbände ist es aber üblich, daß die Empfehlungen der Konferenz /Verbands befolgt werden.
Kongregationalismus, die örtl. Versammlung (engl. congregation) gläubiger evang. Christen, die nach Überzeugung ihrer Mitglieder allein dem Urchristentum und dem Evangelium entspricht. In Kult und Lehre sind die einzelnen Gemeinden selbständig und unabhängig (engl. independency, daher auch Independenten). Ein Staatskirchentum, der Episkopalismus und auch der Presbyterianismus der schott. Kirche werden abgelehnt. Der K. wurzelt im Puritanismus des reformierten Christentums. (Brockhaus Enzyklopädie)
Kongregationalismus: Im Gegensatz zu einer bischöflichen (episkopalen) oder presbyterial-synodalen Verfassung oder einer Mischform aus beiden kann der Begriff einen Verfassungstyp der Kirche bezeichnen, bei dem die Einzelgemeinde (congregatio) alle Gewalt besitzt (Autonomie der Ortsgemeinde), während überörtlichen (regionalen, nationalen oder Welt-)Versammlungen lediglich beratende Funktionen zustehen. Viele Freikirchen sind kongregationalistisch vefaßt, wenngleich sich zeigt, daß überörtliche Strukturen (z.B. für theol. Ausbildung und sonstige Schulung, Jugendarbeit, Diakonie, Mission und Evangelisation) unverzichtbar sind. (Quelle:Erich Geldbach in:Ev.Lexikon für Theologie und Gemeinde II)
