Menno Simons

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Menno Simons geboren 1496 in Witmarsum/Friesland Niederlande, gestorben am 31. Januar 1561 in Wüstenfelde bei Bad Oldesloe war niederländischer Theologe.

Geschichte

Menno Simons wurde 1524 zum röm.-kath. Priester geweiht. Bis dahin hatte er noch nie in der Bibel gelesen. Der Besitz einer Bibel oder gar reformatorischer Schriften stand unter Strafe. 1531 kam Menno Simons nach Witmarsum. Hier diente er fünf Jahre als Priester und beschäftigte sich intensiv mit der Reformation, insbesondere mit den Wiedertäufern.

Er erfuhr, dass vor der Kanzlei in Leeuwarden ein gewisser Sikke Snijder hingerichtet wurde. Snijder hatte sich im Dezember 1530 von Melchior Hoffmann in Emden taufen lassen und war kurz danach wieder in seine Heimat zurückgekehrt, um dort eine Täufergemeinde zu gründen.

Der Märtyrertod Sikke Snijders beeindruckte Menno Simons so tief, dass er sich mit der Theologie der Täufer intensiv befasste und schließlich die Konsequenzen zog. Er legte sein Priesteramt nieder und schloss sich den Täufern an. Das Jahr seiner Taufe ist noch strittig - man geht von 1535/1935 aus.

Die folgende Zeit verbrachte er auf der Flucht im norddeutschen Raum. Bald übernahm er den Dienst eines Bischof. Es gelang ihm, die verstreuten Gemeinden zu ordnen.

Sein "Fundamentbuch" von 1540, welches den Gemeinden alsbald als Grundlage der Glaubenslehre diente, ist schnell ausserordentlich beliebt.

Seine letzen Lebensjahre verbrachte Menno Simons, von dem harten Leben verkrüppelt, in Fresenburg in Schleswig-Holstein, wo er noch etliche Schriften verfasste.

Von seinem Vornamen Menno wurde später der Schutzname mennischde, Mennoniten für die Täufer (Wiedertäufer) abgeleitet. Ein Schutzname wurde verwendet, da auf die Wiedertaufe die Todesstrafe stand.

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