Mennoniten in Bayern

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Nachdem die Täufer im 16. Jahrhundert in Beiern (heute Bayern) abgeschlachtet und vertrieben wurden … wurden sie zu Anfang des 19. Jahrhundert vom Kurfürst Maximilian IV Joseph und späteren König Maximilian I. wieder nach Bayern eingeladen.


Inhaltsverzeichnis

Die Täufer des 16. Jahrhunderts in Bayern

In Bayern blühte das Täufertum zu Anfang richtig auf, in vielen Dörfern und Städte gab es große Täufergemeinden. Augsburg war kurze Zeit eine Metropole unter den Täufern, in der Stadt bestand zwischen 1524 und 1573 eine bedeutende Gemeinde.

Vom 20. bis 24. August 1527 treffen sich fast 60 Täufer zu einer Synode in Augsburg. In den Nachfolgenden Jahren wurden nahezu sämtliche Teilnehmer dieser Zusammenkunft hingerichtet. Aus diesem Grund spricht man von der "Märtyrersynode", seit den 19. Jahrhundert von der „Augsburger Märtyrersynode". Ein wichtiger Punkt der Synode war die Bekämpfung der schwärmerischen Auffassungen von Hans Hut. Man verbietet ihm, seine schwärmerischen Lehren öffentlich vorzutragen; er darf nur noch Auskunft geben, wenn er persönlich gefragt wird.


Hut selbst stirbt noch im selben Jahr in Augsburg durch einen von ihm entfachten Gefängnisbrand. Seine Anhänger in Coburg, Bamberg, Erlangen und in Nieder- und Oberösterreich werden bald aufgegriffen. Die überlebenden Anhänger schließen sich den Täufern an.

"Alle Wiedertäufer sind mit dem Tod zu bestrafen. Wer wiederruft, wird geköpft; wer nicht wiederruft, wird verbrannt." Mit unerbitterlicher härte wurde dieser Befehl, niedergeschrieben im Mandat vom 15.11.1527, von den regierenden Herzöge Wilhelm IV und Ludwig verordnet und vollzogen.


In der Stadt Augsburg existierte zwischen 1524 und 1573 auch eine bedeutende Täufergemeinde. Bekannt geworden ist vor allem die Augsburger Märtyrersynode 20. bis 24. August 1527, eine internationale Zusammenkunft von Abgesandten unterschiedlicher Täuferkreise. Die meisten der Synodalen starben später als Märtyrer für ihre Überzeugungen.


In katholischen Gebieten beginnen die Scheiterhaufen zu lodern, in evangelischen Landstrichen werden die Täufer ertränkt oder geköpft.

Diese Todesurteile werden von der höchsten weltlichen Instanz sanktioniert: dem Kaiser und dem Reichstag. 1529 protestieren die Evangelischen auf dem Zweiten Reichstag zu Speyer vor Kaiser KARL V., weil sie ihre Glaubensfreiheit gefährdet sehen. Auf demselben Reichstag unterzeichnet der Kaiser mit Billigung auch der evangelischen Stände (!) ein Edikt, wonach sich bei Todesstrafe keiner, der als Säugling getauft worden ist, nochmals als Erwachsener auf seinen Glauben taufen lassen darf. Auch wenn sich Katholiken, Lutheraner und Reformierte arg befeinden und bekriegen, so sind sie sich in einem Punkt einig: in der Bekämpfung der Täufer. Diese werden zu recht- und schutzlosen Menschen. Die Beschlüsse bezüglich den Täufern bedeuten den legalisierten Mord an Zehntausenden von Menschen.

Im "Augsburger Bekenntnis" (der Lutheraner) von 1530 werden die Täufer wegen ihrer Taufpraxis durch vier pauschale Aussagen verurteilt (Art. 9): "Es werden die Wiedertäufer verworfen, welche lehren, dass die Kindertaufe nicht recht sei". - Die Täufer wollen Gemeinde nach dem Neuen Testament bauen. Auf Grund ihrer Privilegien stemmen sich jedoch die Staatskirchen bis ins 19. Jh. gegen die Menschenrechte! Darum werden die Täufer als Staatsverbrecher, als tolle Schwarmgeister und Erzketzer abgestempelt. Ihr einziger "Fehler" war, dass sie dreieinhalb Jahrhunderte zu früh für die Religions-, Versammlungs- und Gewissensfreiheit eingetreten sind. Es ist eine unermessliche Tragik, dass sich Staat und Kirche mitten in Europa bis ins 19. Jh. gegen diese Menschenrechte gestemmt haben.


Die neue Ansiedlung im 19. Jahrhundert

Die Abwanderung

Mennoniten heute in Bayern

Heute gibt es den Verband der Evangelischen Freikirchen mennonitischer Brüdergemeinden in Bayern und noch einige wenige alteingesessene Gemeinden.

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