Mennonitisch-Katholischer Dialog:1530
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Mennonitisch-Katholischer Dialog
Aufgabenfelder für weiteres Studium
68. Mennoniten und Katholiken stehen beide vor der Notwendigkeit, die Mannigfaltigkeit der mittelalterlichen Christenheit stärker zu würdigen. Sie sind beide mit der (Wieder-) entdeckung unbekannter Seiten ihrer gemeinsamen Vergangenheit, des “anderen” Mittelalters, befasst. Dennoch beurteilen sie ihren gemeinsamen mittelalterlichen Hintergrund noch in unterschiedlicher Weise. Mennoniten könnten dazu neigen, bestimmte geistliche Bewegungen im Mittelalter als seltene Ausnahme zu werten, die die Regel bestätigen, während Katholiken geneigt sein könnten, sie als die normale Form der mittelalterlichen Christenheit zu betrachten. Mennoniten und Katholiken könnten ein tieferes Verständnis ihres gemeinsamen Hintergrundes dadurch erreichen, dass sie die Geschichte der mittelalterlichen Spiritualität gemeinsam lesen und studieren. Schließlich ist weitere wissenschaftliche Untersuchung auf dem Gebiet der Beziehung zwischen den mittelalterlichen Traditionen der Nachfolge und der frühen täuferisch-mennonitischen Tradition von Bedeutung. Kann die täuferisch-mennonitische Frömmigkeit wirklich als eine nichtsakramentale und kommunitäre Umformung der mittelalterlichen Spiritualität und Aszetik verstanden werden?
