Mennonitisch-Katholischer Dialog:1720
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Mennonitisch-Katholischer Dialog
Das mennonitische Verständnis der Gemeindeordnungen
120. Der Terminus Gemeindeordnung oder kurz: Ordnung wird in der täuferisch-mennonitischen Theologie anstelle von “Sakrament” gebraucht.(116) Von der Taufe und dem Abendmahl als Ordnungen zu sprechen, legt den Akzent darauf, dass die Kirche diese Bräuche einführte und fortsetzte, weil Christus sie angeordnet (eingesetzt) hat (Mt 26,26-29; 1 Kor 11,23-26). Zwei Ordnungen sind allen mennonitischen Kirchen gemeinsam, nämlich die Taufe und das Abendmahl. Eine dritte, die Fußwaschung, wird von einigen mennonitischen Kirchen geübt (vgl. Joh 13,3-17).(117) Was eine andere Frage der Terminologie betrifft, so benutzen Mennoniten nicht den Terminus “Eucharistie”, sondern sprechen von dem Mahl als dem “Abendmahl” und manchmal auch als “Heiliger Kommunion” (Gemeinschaftsmahl). Es ist in theologischen und bekenntnishaften Schriften üblich geworden, von den Ordnungen und den Elementen Wasser, Brot und Wein als Symbolen oder Zeichen zu sprechen. Damit ist gemeint, dass Ordnungen und Elemente über sich hinaus auf ihre geistliche Bedeutung verweisen und auch, im Falle des Abendmahls, auf das Gedächtnis dessen, was damals geschah. Dieser Bericht wird sich auf die Ordnungen der Taufe und des Abendmahls beschränken, da diese im Zentrum des mennonitisch – katholischen Dialogs stehen.
